museum-romagne-jean-paul-de-vries-94Es hat den Anschein, als ob die Wälder rund um Romagne-sous-Montfaucon nichts mit dem Krieg zu tun haben wollen. Jeden Tag spuckt die Erde Dinge aus dem Ersten Weltkrieg an die Oberfläche: Bomben, Gewehre, Helme. Auch die Zeugen des täglichen persönlichen Lebens kommen nach oben: Kämme, Münzen, Besteck, Taschenuhren. Bereits seit 1976 sucht und findet Jean-Paul de Vries diese Dinge.

In seinem Museum Romagne ‘14-’18 stellt er natürlich die Gewehre, die Bajonette und die Kugeln aus, aber Jean-Paul de Vries mag vor allem die Fundstücke, die vom alltäglichen Leben zeugen. Er möchte gerade das alltägliche, gewöhnliche Leben des Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg zeigen. So hofft Jean-Paul, dass man begreift, wie grausam Krieg ist. Ein Krieg in dem von gewöhnlichen Jungen und Mädchen gekämpft wird und wurde.

Alle Objekte der Dauerausstellung wurden von Jean-Paul selbst in einer Entfernung von weniger als 5 bis 6 km rund um sein Museum in Romagne-sous-Montfaucon gefunden. Jeder Gegenstand ist durch Jean-Pauls Finger gegangen und hat seine eigene Geschichte. Eine Geschichte, die er auf eindringliche Weise zu erzählen versteht.